Die Geschichte des Mountainbikings

Der Name des Sports verrät, in welchem Gelände der Sportler sich bewegt. Das Umfeld besteht aus hügeligem Gelände oder hohen Bergen, abseits von regulären Straßen. Die Fähigkeiten des jeweiligen Fahrers bestimmen den Naturraum. Der Untergrund oder die Steigung der Berge bestimmen die Ansprüche an den Biker. Interessant sind gleichmäßige Anstiege und steile Abfahrten. Für Abwechslung sorgt unebener Untergrund, ausgelöst durch Steine oder Wurzeln. Dafür sind spezielle Fahrräder entwickelt worden. Eine Ähnlichkeit zu gewöhnlichen Rädern besteht, doch Haltbarkeit und Leistung sind deutlich höher. Der Sport unterteilt sich in: Cross Country, All Mountain (Enduro), Trail Riding, Downhill, Dirt Jumping und Freeride. Die Mehrzahl der Sportler betätigt sich allerdings in den Kategorien Trail und Cross Country.

Wo begann der Sport?

In den 1970er Jahren, in den Hügeln Nordkaliforniens, nahm Mountainbiking seinen Anfang. Nach Europa schwappte der Trend in den 90er Jahren über. Heutzutage ist es kein Trendsport mehr, sondern eine Freizeitbeschäftigung. Der Reiz liegt darin, dass die Fahrer auf keine befestigten Straßen angewiesen sind. Das Naturerlebnis ist hoch, was einen Nachteil für die Flora und Fauna bedeutet.

In den Anfängen bastelten die Fahrer an herkömmlichen Rädern, um diese robuster und geländetauglich zu machen. Die Geburtsstunde des Mountainbikes war 1973, der Berg Tamalpais in Marin County, Kalifornien. Gary Fisher, Charles Kelly und Joe Breeze fuhren mit sogenannten „Schwinn Cruiser“ die Schotterpisten hinunter. Diese Art von Fahrrad war stabil gebaut und besaß dicke Ballonreifen in 26 Zoll. Aufgrund dessen benutzten die Biker die Räder nur für Abfahrten, denn die Rahmen waren enorm schwer.

Die ersten Rennen fanden 1976 statt und lösten technische Modifikationen aus. Damals wurde Motorradteile verbaut, da diese belastbar waren. Das galt für Bremsen und Lenker. Das erste echte Mountainbike baute Joe Breeze 1977 und Charles Kelly fuhr damit. Nur zwei Jahre später fertigte Tom Ritchey weitere Fahrradrahmen an. Der Unterschied bestand darin, dass diese für den Aufstieg geeignet waren. Später gingen die Gestelle in Produktion und wurden mit einer modernen Daumengangschaltung und Schnellspanner für den Sattel aufgerüstet. Gerade die Schnellspanner waren beliebt, denn die ersten Fahrer stellten den Sattel, für die Abfahrten, ganz nach unten. Stehend rastend Charles, Joe und Gary die Berge herunter.

Nach und nach kamen viele kleine Hersteller auf den Markt, aber diese hielten sich nicht lange. Aluminiumrahmen ersetzten die Stahlrahmen, welche das Gewicht verringerten. Die Firma Wilderness Trailbikes (WTB) war die erste, die Räder mit Alu herstellte.

Einige Eigenarten des MTBs

Ganz typisch sind grobstollige Reifen. Im Anfang war ein Durchmesser von 26 Zoll üblich, mittlerweile ist dieser von 29 und 27,5 Zoll verdrängt. Des Weiteren sind Kettenschaltungen mit bis zu 30 Gängen unverzichtbar bei einem Mountainbike. Die Übersetzungen von Dreifach-Kettenblättern vorne liegen bei 44/32/22 bis 46/36/26 und für den hinteren Zahnkränze 11 bis 32, 34 oder 36 bei 7 bis 10. Die Übersetzung ist kleiner als bei Rennrädern.